Archiv für den ‘Porsche’ Tag
Der König ist tot, lang lebe der König
„Er hat Porsche aus Not in Höhen geführt, die für uns alle undenkbar waren. Diese Erfolgsgeschichte trägt seine Handschrift.“ Wahre Worte eines sichtlich gerührten Aufsichtsratvorsitzenden Wolfgang Porsche begleitet von einem in das Stimmungsbild passenden Regenschauer. „Tag der Tränen in Zuffenhausen“ titelt die Financial Times Deutschland auf ihrer Website und hinterlegt das ganze mit Bildern von geschlagenen Männern und den strahlenden „Triumphatoren“. Die Ära Wiedeking beim Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche ist seit Donnerstag, dem 23. Juli, nach fast genau 16 Jahren, beendet. Was bleibt ist eine romanträchtige Geschichte ohne Happy End.
Die neue Deutschland AG?
The same procedure as every day. Kein Tag ohne neue Mutmaßungen über die Zukunft des Sportwagenbauers Porsche. So schön und einfach, wie Anfang Mai die Bekanntgabe über die Schaffung eines so genannten integrierten Automobilkonzerns aus Volkswagen und Porsche klang, scheinen sich die Dinge de facto nicht zu gestalten: Die Eigentümerfamilien sind insbesondere durch den Machtanspruch des VW-Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piech zerstritten, der Vorstand genießt lediglich bei den Mitarbeitern noch das Vertrauen und die Schuldenlast schwebt (mag man denn allen Berichten der Presse Glauben schenken) wie ein Damoklesschwert über den mehr (fiktiven) Gewinn als Umsatz erwirtschaftenden Stuttgartern… auf hohem Ross reitender Luxussegmentanbieter und biederer Massenhersteller lassen sich nicht friedlich vereinen. Angesichts dessen reibt sich niemand mehr die Augen, wenn neben dem Emirat Katar auch die alles andere als stolz durch die Krise stolpernde Daimler AG als möglicher Investor bei Porsche gehandelt wird. Parallelen zur einstigen Deutschland AG kommen plötzlich wieder zum Vorschein.
“Wir sind Porsche!”
Es soll sie doch tatsächlich geben, die Arbeitgeber, mit denen sich selbst Praktikanten (bzw. angehende Werkstudenten) nach nur wenigen Wochen vollkommen identifizieren. Porsche ist zweifelsohne solch ein Arbeitgeber. Kaum angefangen, sind schnelle Sportwagen eines der Hauptthemen, die einen auch fernab vom Büro beschäftigen. Dass jeden Abend vor dem Schlafengehen der Aktienkurs gecheckt wird (auch an Urlaubstagen) erklärt sich von alleine. Nach knapp drei Monaten ist man mit so viel Herzblut bei der Sache, dass man realisiert, wie viel Neid doch in unserer Gesellschaft und Presselandschaft steckt.
Afterwork
Es gibt Dinge, die man als Student erst mithilfe seiner ersten Arbeitserfahrungen richtig wahrnimmt. So reden wir zwar nachmittags um 14 Uhr vom wohlverdienten und glückseligen Feierabend und erfreuen uns, meist bereits am Donnerstag, am Wochenende. Ihre Besonderheit erlangen diese zwei Begriffe jedoch erst, wenn man kurz nach 18 Uhr das Büro nach gut zehn Stunden verlässt und weiß, dass das Gehirn fortan in den Standby-Modus heruntergefahren werden kann.
So geschehen am gestrigen Donnerstag.
Wer hat hier eigentlich das Sagen?
Worauf sollte der private Anleger bei der Auswahl seiner neuen Aktien achten? Er verlässt sich entweder auf seinen Bankberater, der ihm meist Sachen verkauft, die entweder pleite sind oder es spätestens in wenigen Wochen sein werden, denn diese Aktien werden mit den höchsten Provisionen verkauft. Der schlaue Anleger informiert sich natürlich selbst und bringt eigene Vorschläge mit. Doch wie informiert er sich? Er schaut in die überregionale Presse und schaut sich an, wie die Aussagen der Geschäftsführungen zu ihren Unternehmensaussichten sind und wie der aktuelle Aktienkurs sich darstellt. Warren Buffett hat uns gelehrt, dass jeder sich mit drei einfachen Fragen überprüfen kann, ob er diesem Unternehmen sein Geld geben will, oder nicht? Denn an der Börse kann man doch nur gewinnen, oder? Mein Kollege sagt an dieser Stelle immer ironisch: “Klar…denn ich kann ja nur 100% verlieren, obwohl ich 1000% Gewinn machen kann!” Weiterlesen »
Traumautos auf dem Parkplatz
Nein, bei uns stehn sie nicht vor dem Haus, auch wenn wir alle schonmal davon geträumt haben einen dieser Wagen zu besitzen, so wie jeder männliche Erdbewohner, der nicht mehr auf seinen Kleidungsstil achtet, als auf das was uns früher ausgemacht hat. Den Blick für das Wesentliche: schicke Anzüge, schöne Frauen, schnelle Autos. Auch wenn der erste Eindruck täuschen mag, wir sind keineswegs frauenfeindlich, sondern zwei der hier schreibenden Herren befinden sich sogar unter der Haube. Und der Dritte im Bunde… Weiterlesen »
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