Archiv für den ‘Arcandor’ Tag

Wegschauen ist nicht alles

Eine neue Nachricht aus dem vierten Semester unseres Studiums. Es gibt ein Konstrukt, das in seiner Berechnung alles andere als kompliziert erscheint und doch die Ursache für Sorgenfalten eines Anlegers sein. Betrachtet man die Aktivseite einer Bilanz, so betrachtet man die Mittelverwendung des Unternehmens. Natürlich ist es wichtig sich bei der Unternehmensanalyse mit den zentralen Positionen auseinanderzusetzen: Kassenbestand, Forderungen, Verbindlichkeiten, Eigenkapital, Rücklagen und Rückstellungen. Doch meistens hört die Analyse des Hobby-Aktionärs schon nach den ersten 3 genannten Positionen auf, manchmal sogar nur nach #2 und #3. Dieser Artikel soll dazu dienen, einen weiteren Punkt zu beleuchten, der auch in Folge des BilMoG seine ungewöhnliche Position beibehält: der Firmenwert. Weiterlesen »

Negative Insolvenz? Iwo, alles hat zwei Seiten

In Rahmen dieser Arbeit soll erörtert werden, warum der Begriff „Insolvenz“ in Deutschland mit den zum Teil falschen Bedeutungen assoziiert wird und weshalb die Rettung der deutschen Wirtschaft auch davon abhängt, inwiefern die Gesellschaft bereit ist, sich von diesem Verständnis zu verabschieden und sich konkret mit diesem Begriff auseinanderzusetzen. Dabei ist insbesondere auf die Eigenschaft der Deutschen Rücksicht zu nehmen, das Negative nicht gerne zu sehen und deshalb auf Sprichwörter und Leitideen auszuweichen, um sich nicht konkret mit den Dingen zu beschäftigen. Daher will ich versuchen, das System der Insolvenz etwas auszuleuchten – soweit es mir mit meinen Mitteln zu diesem Zeitpunkt möglich ist. Weiterlesen »

Arcandor: Ein Nachruf

Seit gestern Nachmittag ist es amtlich: Der Staat wird für den einstigen Karstadt-Quelle Konzern nicht die schützenden Hände der Steuergelder öffnen. Das Unternehmen meldete einen Antrag auf Insolvenz. Anstatt sich für einen Neubeginn stark zu machen, werden bei den Kleingeistern unserer Regierung jedoch die Definitionen von Insolvenzen und Betriebsschließungen verwechselt und ein missgewirtschafteter Handelskonzern zum Wahlkampfthema Nummer eins hoch katapultiert.
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Was der Staat schafft, machen wir kaputt!

Eine wirtschafts- oder finanzpolitische Maßnahme ist den Lehrbüchern der VWL nach als ein Eingriff in einen unvollkommenen Wettbewerb definiert, bei dem eine Pareto effiziente Allokation das ex post Ergebnis darstellen sollte. Am Beispiel der aktuellen Arcandor-Rettungsversuche und der daraus resultierenden künstlichen Wettbewerbsverzerrung erkennen wir, dass die Theorie zwar vollständig definiert, aber in der Praxis nur selten beherzigt wird. Doch auch der Markt – welcher von der Metro Gruppe dominiert wird – hat eine Antwort parat.
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