Archiv für die Kategorie ‘Rund um die Börse’

Die neue Deutschland AG?

The same procedure as every day. Kein Tag ohne neue Mutmaßungen über die Zukunft des Sportwagenbauers Porsche. So schön und einfach, wie Anfang Mai die Bekanntgabe über die Schaffung eines so genannten integrierten Automobilkonzerns aus Volkswagen und Porsche klang, scheinen sich die Dinge de facto nicht zu gestalten: Die Eigentümerfamilien sind insbesondere durch den Machtanspruch des VW-Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piech zerstritten, der Vorstand genießt lediglich bei den Mitarbeitern noch das Vertrauen und die Schuldenlast schwebt (mag man denn allen Berichten der Presse Glauben schenken) wie ein Damoklesschwert über den mehr (fiktiven) Gewinn als Umsatz erwirtschaftenden Stuttgartern… auf hohem Ross reitender Luxussegmentanbieter und biederer Massenhersteller lassen sich nicht friedlich vereinen. Angesichts dessen reibt sich niemand mehr die Augen, wenn neben dem Emirat Katar auch die alles andere als stolz durch die Krise stolpernde Daimler AG als möglicher Investor bei Porsche gehandelt wird. Parallelen zur einstigen Deutschland AG kommen plötzlich wieder zum Vorschein.

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Neues vom Dow

Krasser können Kontraste nicht sein: Während der einstmals größte und als Government Motors verspottete Autobauer aus Detroit vor wenigen Tagen den Weg für eine Insolvenz frei machte, spielt das in der gleichen Stadt angesiedelte Eishockey-Team um die begehrteste Trophäe seines Sports: den Stanley Cup. Name der multifunktionalen Heimstätte? General Motors Place. Der Dow Jones, Amerikas wichtigster Aktienindex, lässt sich vom Eishockey jedoch nicht beeinflussen und verkündete diese Woche den Ausschluss des Traditionsunternehmens aus Michigan. Bei seinem Abgang ist GM jedoch nicht alleine.

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Wenige Chancen, viel Risiko

Es klingt wie ein kühner Anlageplan: Wenig Aufwand und im nächsten Bullenmarkt eine satte Rendite mitnehmen. Die Rede ist von Indexfonds und -zertifikaten, denen ein gebündeltes Portfolio in Form von Aktien eines Indizes (sei es Dow Jones, MSCI World, Nikkei oder DAX) zu Grunde liegt. Doch was sich wie Geldverdienen im Schaukelstuhl bei nem Gläschen Whisky anhört, hat seine Tücken, denn hinter der einfachen Diversifikation verbirgt sich ein erhebliches Risiko, das sich in ebenso großem Maße auf die maximal erzielbare Rendite der angeblichen Wunderwaffe niederschlägt.

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Münte vs. Josef – und was wir davon lernen können

Liebe Kapitalisten und Kapitalistinnen,

sofern sich jemand heute noch mit diesen Worten identifizieren kann. Ich hatte am gestrigen Morgen das Vergnügen das aktuelle Interview des SPD-Altgedienten Franz “Münte” Müntefering in der FAZ zu lesen. Ein umwerfender Artikel, der mit wieder einmal gezeigt hat, dass ein Studium an einer Universität tattsächlich einen anderen Blick auf die Dinge verschafft! Meine Freundin musste bereits während des Lesens mein Geschimpfe ertragen und mit ein paar Stunden Abstand hat sich die Aggression über die Aussagen von Münte nur geringfügig abgebaut. An einer Stelle im Interview sagt Münte, dass es nicht sein kann, dass die Menschen sich vera**** lassen und ich stimme ihm zu und aus genau diesem Grund muss der Artikel her, denn Münte macht in seinem Artikel nichts anderes, als seine Leserschaft mit undurchdachten Parolen zu verwirren! Weiterlesen »

Wer oder was ist eigentlich der DAX?

Mitte dieser Woche verkündete die Deutsche Börse, der bedeutsamste Handelsplattformenanbieter der Welt, eine weitere Neubesetzung ihres Leitindexes, dem DAX. Nach dem letztjährigen Ausscheiden von Tui, Hypo Real Estate und Continental und dem Aufrücken von K+S, Salzgitter und Beiersdorf steht für Postbank und Infineon gemäß der Fast-Exit Regel der Abstieg in die Zweitklassigkeit bevor. Mit der Fresenius Holding und der Hannover Rück stehen bereits die, aus dem MDAX kommenden, Aufsteiger Gewehr bei Fuß. Doch welche Aussagekraft besitzt der, von der Börse als Abbild der deutschen Wirtschaftskraft titulierte, Deutsche Aktienindex?

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Die Infineonfalle

An und für sich hört es sich nach einer umsetzungswürdigen Stammtischbörsenweisheit an: „Wenn ein Unternehmen auf dem Parkett so wenig wert ist, dann kann man doch mit einem Kauf nichts falsch machen.“ Wie gesagt: an und für sich richtig. Kumuliert stellen Abertausende 50-Cent-Aktien andererseits auch einen neuen Kleinwagen da. Was die sichere Variante ist, kann sich jeder denken.

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