Archiv für die Kategorie ‘Bilanzen’

IFRS 7: Finanzinstrumente

Versetzen Sie sich in folgende Situation: Als Angestellter in der Konzernrechnungslegung eines größeren Unternehmens bereiten Sie gerade den Jahresabschluss vor. Eine Zeitschiene, wann was in den nächsten drei bis vier Wochen erledigt sein muss, wurde auch bereits ins Büro gehängt. „Endlich mal ein geregelter Abschluss“, denken Sie sich. Doch dann kommt der kaufmännische Leiter – oder in Hierarchien gesprochen: der Vor-Vorgesetzte – und teilt Ihnen mit, dass der neue internationale Rechnungslegungsstandard, welcher verpflichtend erst im nächsten Geschäftsjahr angewandt werden muss, bereits im aktuellen Geschäftsjahr umgesetzt wird. Dahin ist die Ruhe. Aus dem Nichts müssen Auswertungen gestampft werden, Tochtergesellschaften informiert werden und Mitarbeiter schnellstmöglich auf den Standard geschult werden. Willkommen in der Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 7.

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Wegschauen ist nicht alles

Eine neue Nachricht aus dem vierten Semester unseres Studiums. Es gibt ein Konstrukt, das in seiner Berechnung alles andere als kompliziert erscheint und doch die Ursache für Sorgenfalten eines Anlegers sein. Betrachtet man die Aktivseite einer Bilanz, so betrachtet man die Mittelverwendung des Unternehmens. Natürlich ist es wichtig sich bei der Unternehmensanalyse mit den zentralen Positionen auseinanderzusetzen: Kassenbestand, Forderungen, Verbindlichkeiten, Eigenkapital, Rücklagen und Rückstellungen. Doch meistens hört die Analyse des Hobby-Aktionärs schon nach den ersten 3 genannten Positionen auf, manchmal sogar nur nach #2 und #3. Dieser Artikel soll dazu dienen, einen weiteren Punkt zu beleuchten, der auch in Folge des BilMoG seine ungewöhnliche Position beibehält: der Firmenwert. Weiterlesen »

Fall Schaeffler: Welche Schulden?

Es klang wie die Neuauflage eines Sensationscoups. Klein übernimmt Groß. Familienunternehmen schnappt sich DAX-Konzern. Die Wirtschaftsordnung war vollkommen auf den Kopf gestellt, als die Schaeffler Gruppe vermeldete, Continental kontrollieren zu wollen. Wie auch beim Fußball, wenn die Amateurclubs gestandene Bundesligagrößen schlagen, begeisterte diese Ankündigung die Massen. Doch ein Dreiviertel-Jahr und eine verschärfte Finanzkrise später, steht der familiäre Großkonzern vor einer immensen Schuldenlast. Dass die Sympathisanten schon längst nicht mehr die Treue halten, dürfte einen auch alles andere als verblüffen. Kein Wunder, dass man mit Bilanzkniffen die Lage etwas rosiger darstellen möchte.

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Fair Value und die Banken schreiben Gewinne

Alles beim alten in der Bankenwelt? Sowohl die ehemalige Investmentbank Goldman Sachs als auch die zu über 30 Prozent dem amerikanischen Staat gehörende Citibank schreiben wieder Milliardengewinne. Während der Industriesektor mit Auftrags- und schweren Gewinneinbrüchen, die beispielsweise in der Automobilbranche in Verlusten endeten, zu kämpfen hatten, melden sich die Banken, die Auslöser der wohl schwerwiegendsten Krise seit der Weltwirtschaftskrise in den späten 20er Jahren, eindrucksvoll zurück. Gelockerte Bilanzrichtlinien machen es möglich.

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Bemerkungen zur Bilanztheorie

Sehr geehrte Leserschaft,

nach einer etwas länger als geplanten Schreib- und Veröffentlichungspause haben wir uns wieder zusammengefunden und werden die Arbeit mit dem heutigen Tag wieder aufnehmen! Dazu lässt sich wunderbar ein Einstieg in das neue Semester einbinden und unser neues Lieblingsfach präsentieren: externes Rechnungswesen. Ein Akt “geistiger Hygiene” (Wagner) sei die Fähigkeit zu buchen, insbesondere richtig zu buchen. Das soll aber vorerst nur so dastehen, bevor ich näher darauf eingehe, wichtiger an dem Punkt ist mir eher die Frage: warum heißt Betriebswirtschaft Betriebswirtschaft? Weiterlesen »

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